Wozu Luftfahrzeuge im Wasserrettungsdienst?

Taucher in 2-3m Wassertiefe
Selbe Situation von der Seite

Die DLRG ist sehr gut aufgestellt bei Einsätzen im Wasser, bei denen die Position des Patienten bekannt ist. Hier sind unsere IRB innerhalb von 90 Sekunden an der Einsatzstelle und unsere ATV innerhalb von 180 Sekunden. Ein Problem, welches leider nicht so selten vorkommt ist, dass ein Patient im vermutlich im Wasser vermisst wird. Gerade bei ungünstigen Strömungssituationen war es auch leicht, etwa einen Wasservogel mit einem Ertrinkenden zu verwechseln. Gerade wenn sich dann die Hinweise am Strand verdichten, dass sich tatsächlich eine Person unter der Wasseroberfläche befindet, war es in der Vergangenheit schwer, das Wasser schnell und sicher zu Durchsuchen und ggf. festzustellen, dass sich keine Person im Wasser befindet. Jeder der im Schwimmbad schon mal auf dem Dreimeterturm gestanden hat, von oben ins Wasser geschaut hat und dann von der Seite ins Wasser geschaut hat weiss, das die Perspektive in diesem Fall alles ändern kann. Konnte man noch auf dem Sprungturm den Grund sehen, so ist dies von der Seite nicht mehr möglich. Genau diese Herrausforderung stellt sich bei der Suche nach Menschen, die im (flachen) Wasser vermisst werden. Die Bedingungen bei uns sind denkbar günstig: Das Wasser ist bei uns innerhalb der Badezone meistens weniger als drei Meter tief und klarer, als es an den meisten Binnenseen ist. Mit dieser Technologie können wir in recht kurzer Zeit eine große Menge Wasser absuchen.