Generelles zu IRB

IRB (inflatable rescue boats oder auch inshore rescue boats) sind 3,5 Meter lange, extrem wendige Motorrettungsboote, die ursprünglich in Australien und Neuseeland entwickelt wurden. Ziel der Entwicklung war Menschen auch bei hoher Brandung schnell und effektiv aus Gefahrensituationen befreien zu können. In Deutschland werden diese Boote seit 2005 durch die DLRG eingesetzt (zuerst durch die Wache Haffkrug-Scharbeutz an der Ostsee) und sind seitdem ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil des Wasserrettungsdienstes an den zertifizierten deutschen Strandabschnitten. Bei einem IRB zählt Teamwork noch mehr als auf einem größeren Boot, da der Bootsgast in die Steuerung und Stabilisierung der IRB mit einbezogen wird und ein präzises, sicheres Handling nur durch eine gut aufeinander abgestimmtes Team funktioniert.

Einsatzprinzip

Anders als bei großen Booten, die sich entweder permanent auf dem Wasser befinden oder im seichten Wasser festgemacht sind, liegen die IRBs direkt an der Wasserkante und werden im Einsatzfall durch ihre Besatzung ins Wasser gezogen. Ihr geringer Tiefgang erlaubt es der Besatzung, schon früh den Motor zu starten und so möglichst schnell zu einem Patienten zu gelangen. Nachdem ein Patient ins IRB geholt wurde, fährt dieses schnellstmöglich zurück zum Strand, wo weitere Rettungskräfte (Rettungsschwimmer und Sanitäter mit medizinischer Ausrüstung, wie Sauerstoff oder Defibrillator) den Patienten entgegennehmen und weiter versorgen. Aufgrund des geringen Platzes findet keine medizinische Versorgung auf dem IRB statt, sondern ausschließlich am Strand. 

Die IRBs in der Lübecker Bucht sind gleichmäßig über den Strand verteilt, wie sich in untenstehender Karte erkennen lässt.