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20.08.2016 Samstag Wasserretter nun auch in der Luft

Drohne im Flug (c) Andreas Herz

Übergabe: Thomas Hebestreit und Phillip Strauch (beide service-drone.de GmbH), sowie Christoph Niemann (DLRG Scharbeutz e.V.) (c) Andreas Herz

Drohne mit Rettungsschwimmern auf Polaris-Elektrofahrzeug (c) Andreas Herz

Suchmanöver mit der Drohne (c) Andreas Herz

Weste für nachrückende in "zivil" gekleidete Piloten (c) Andreas Herz

Drohne in der Luft (c) Andreas Herz

Drohne in der Luft (c) Andreas Herz

Drohne am Strand (c) Andreas Herz

IRB aus der Luft (c) service-drone.de GmbH

IRB aus der Luft (c) service-drone.de GmbH

Luftaufnahme im Flachen Wasser (c) service-drone.de GmbH


Für die Rettung von an der Wasseroberfläche in Not geratenen und noch gut sichtbaren Patienten hat die DLRG Scharbeutz innerhalb des letzten Jahrzehntes große Fortschritte erzielt. So sind seit dem Jahr 2003 in Scharbeutz ATVs zur Versorgung von Patienten am Strand im Einsatz und das Einsatzkonzept im Wasser seit dem Jahr 2005 auf schnelle und wendige Brandungsrettungsboote (IRB) umgestellt worden. So können für im Wasser befindliche Patienten ab Sichtung des Notfalls, bis zum Eintreffen des Ersten Retters Hilfeleistungsfristen von 90 Sekunden innerhalb der Badezone in der Mehrheit der Fälle erreicht werden. Vor größere Herausforderungen stellten die Retter in der Vergangenheit immer Einsatzlagen (z.B. im August 2015), bei denen eine Person mehr oder weniger gesichert im Wasser an unklarer Position vermisst wurde. Diese Szenarien binden mit Suchketten und vielen Booten im Einsatz immer eine große Anzahl von Einsatzkräften und die Abwesenheit einer Person im Wasser konnte auch nach längeren Suchen nicht immer sichergestellt werden. Um diesen Lagen ab sofort besser Herr zu werden, will die DLRG Scharbeutz ab sofort in die Luft gehen. Seit der Übergabe am 17.08.16 ist erstmals eine Drohne zur Personensuche im Zentralen Wasserrettungsdienst Küste (ZWRD-K) der DLRG im Einsatz. Bei dem Fluggerät handelt es sich um einen Hexacopter der Firma "service-drone.de GmbH", welches durch sechs ausgebildete Drohnenpiloten bedient wird. Diese können im Ernstfall in weniger als fünf Minuten kontaktiert und zur Einsatzstelle gerufen werden. Jedoch bedarf es für eine professionelle Betreibung eines solchen Fluggerätes noch mehr. Für den Einsatz mussten eine Aufstiegsgenehmigung und eine Überflugerlaubnis für den Strand eingeholt werden, sowie Versicherungen abgeschlossen werden. Des Weiteren mussten neue Einsatzkonzepte entwickelt werden, um die Drohne samt ihrer HD-Kamera, welche ihre hochauflösenden Bilder in Echtzeit übermittelt, optimal einzusetzen. Die Luftbilder sind für die Personensuche nicht nur aufgrund ihrer überblickschaffenden Blickwinkel von Interesse, sondern bieten zusätzlich die Möglichkeit, aufgrund des großen Winkels zur Wasseroberfläche, von oben in das Wasser hineinzuschauen. Durch das meist recht sichtige Wasser der Ostsee wäre in solchen Fällen meistens eine im Wasser befindliche Person auffindbar. Die Anwendung in der Praxis wird nun den Nutzen für die Wasserrettung bestätigen und wertvolle Erfahrungswerte liefern, um ein solch neues System in Zukunft noch effizienter nutzen zu können.

Kategorie(n)
WRD, Presse, Verein, Technik, Ausbildung, Information

Von: Christoph Niemann

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